Im Mittelpunkt der Diskussion stand zunächst der bisherige Weg. Die Beteiligten blickten auf die ursprüngliche Zielsetzung zurück: die Bündelung vorhandener Kompetenzen, der Transfer von Wissen aus Forschung und Entwicklung sowie die Stärkung regionaler Unternehmen im Bereich der additiven Fertigung. Dabei war das Projekt bewusst als Kollaborationsarchitekt angelegt worden, der bestehende Strukturen miteinander verbindet und neue Synergien schafft. Gleichzeitig sollte die digitale Interaktion zwischen Unternehmen der Metall- und Kunststoffbranche verbessert werden, um langfristig wirtschaftliche Vorteile für die Region zu generieren.
Mit zunehmender Projektdauer wurde deutlich, dass sich aus dieser Idee mehr entwickelt hatte als ursprünglich geplant. Die Diskussion verlagerte sich zunehmend auf die entstandene Plattform Manufacturing Consortium. Sie wird als digitales Ökosystem verstanden, das Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenführt, den Austausch erleichtert und neue Kooperationen ermöglicht. Besonders hervorgehoben wurde der KI-gestützte Ansatz der Plattform, der Wissen strukturiert und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Projekte unterstützt. Gleichzeitig bietet die Plattform Zugang zu Forschungseinrichtungen, Workshops, Beratungsformaten und neuen Innovationsprojekten.
Im Verlauf des Meetings kristallisierte sich heraus, dass die Projektpartner die nächste Phase strategischer angehen wollten. In der Diskussion drehte sich alles um die Frage, wie aus einem zeitlich begrenzten Projekt eine nachhaltige Struktur entstehen kann. Dabei wurde intensiv über den zukünftigen Fokus gesprochen. Die Plattform wurde von den Beteiligten zunehmend als zentrales Instrument für die Weiterentwicklung des Projekts und als langfristige Infrastruktur für die Zusammenarbeit in der Region betrachtet.
Auch die Zielgruppen rückten stärker in den Mittelpunkt. Die Projektkollegen beschäftigten sich damit, welche Unternehmen besonders profitieren könnten, wie neue Partner gewonnen werden können und wie sich die Plattform im regionalen und überregionalen Umfeld stärker positionieren lässt. Dabei wurde deutlich, dass das Projekt nicht nur als Technologietransfer, sondern auch als Innovationsraum verstanden werden sollte, in dem neue Geschäftsmodelle entstehen können.
Ein weiterer zentraler Punkt der Diskussion war die Zukunft der Finanzierung. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit möglichen Anschlussförderungen und neuen Programmen. Dabei wurden verschiedene Optionen betrachtet: von regionalen Strukturförderungen über nationale Programme bis hin zu europäischen Förderlinien. Gleichzeitig wurde darüber nachgedacht, wie durch konkrete Vorhaben innerhalb der Plattform langfristige Strukturen aufgebaut werden können.
Mit zunehmender Dauer der Diskussion entwickelte sich eine spürbare Aufbruchsstimmung. Die Diskussion wurde konstruktiver, Ideen wurden konkretisiert und erste strategische Leitlinien entstanden.
Am Ende des Meetings war deutlich zu spüren, dass ein Wendepunkt erreicht ist. Aus dem Forschungs- und Transferprojekt soll sich ein wachsendes Ökosystem entwickeln, das nun strategisch weitergeführt werden muss. Die Teilnehmer verließen den Raum mit neuen Aufgaben, aber auch mit dem gemeinsamen Gefühl, dass sich hier eine langfristige Perspektive für die Lausitz formt – getragen von Zusammenarbeit, Innovation und dem klaren Willen, die industrielle Zukunft der Region aktiv zu gestalten.


